Vorreiter Tumorzentrum Hamburg

Vorreiter Tumorzentrum Hamburg:

Der wissenschaftliche Beirat unterstützt von außen

Prof. Dr. Dirk Arnold, Medizinischer Vorstand des Tumorzentrums, und Prof. Dr. Friedrich Hagenmüller, Mitglied des wissenschaftlichen Beirats, im Interview
Prof. Dr. Dirk Arnold, Medizinischer Vorstand des Tumorzentrums, und Prof. Dr. Friedrich Hagenmüller, Mitglied des wissenschaftlichen Beirats, im Interview

Auch wenn es ein in dieser Form bisher einzigartiges Projekt ist, steht dem Asklepios Tumorzentrum Hamburg ein Team von Experten zur Seite, die bereits über reichlich Erfahrung mit dem Aufbau und Betrieb anderer Tumorzentren verfügen: der fünfköpfige wissenschaftliche Beirat. „Es tut einer so komplexen Konstruktion wie dem Tumorzentrum gut, einen Expertenblick von außen zu Rate ziehen zu können“, erklärt Prof. Dr. Friedrich Hagenmüller: „Das ist notwendig und sehr hilfreich.“ Der Gastroenterologe hatte den Aufbau des Asklepios Tumorzentrums koordiniert und die Rolle des Medizinischen Vorstands im Juli an Prof. Dr. Dirk Arnoldweitergegeben. Er selbst wechselte aus dem Vorstand in den wissenschaftlichen Beirat, um das Tumorzentrumkünftig von außen zu unterstützen.„

Wir haben das Glück, dass sich sehr renommierte und erfahrene Kollegen aus dem medizinischen, dem chirurgischen und auch dem Management-Bereich bereiter klärt haben, uns zu begleiten. Alle haben selbst bereits Tumorzentren gegründet oder gemanagt und damit sehr viel Erfahrung, von der wir lernen möchten.“ In der Konzeptionsphase des Asklepios Tumorzentrums hatten Prof. Hagenmüller und seine Kollegen andere Tumorzentren, vor allem universitäre Einrichtungen, besucht. Eines davon war das Tumorzentrum der RWTH Aachen, erzählt Prof. Hagenmüller: „Dort haben uns die Strukturen und Abläufe sehr imponiert.“ In der Folge erklärte sich Prof. Dr. Thomas Ittel, der Vorstandsvorsitzende und Ärztliche Direktor des Aachener Universitätsklinikums, bereit, sich im wissenschaftlichen Beirat des Asklepios Tumorzentrums zu engagieren.

Weitere prominente Mitglieder sind der Berliner Transplantationschirurg Prof. Dr. Peter Neuhaus, Prof. Dr. Tilman Sauerbruch, ehemaliger Ordinarius an der Universitätsklinik Bonn, sowie Prof. Dr. Dr. Friedrich Grimminger, Direktor der Klinik für Internistische Onkologie des Universitätsklinikums Gießen/Marburg. Der Beirat habe eine beratende Funktion, erklärt Arnold. Es gehe dabei in erster Linie darum, interne Strukturen des Tumorzentrums zu beurteilen und zu hinter fragen. Diese andere Perspektive zeige oft Probleme und Lösungswege, die bis dahin verborgen geblieben seien.„ Mindestens einmal pro Jahr laden wir die Kollegen ein, um unsere Fortschritte zu präsentieren und gemeinsam zu diskutieren.“ Dabei helfe der Abgleich mit den Abläufen anderer Einrichtungen sehr, eigene eingefahrene Denkwege zu erkennen und aufzuweichen, so Arnold. Gemeinsame medizinische Standards abzustimmen, sei noch relativ leicht. Schwieriger sei es, zusammen festzulegen, wer wo behandelt werden soll, und Synergien herzustellen, um eine bestmögliche Patientenversorgungeffizient zu gestalten.

„So etwas wie bei uns in Hamburg gibt es nirgendwo sonst in Deutschland.“

Eine neue Dimension
Das Asklepios Tumorzentrum ist in seiner Größe und Struktureinzigartig, da es sieben Krankenhäusermiteinander verbindet, wovon vier etwa die gleiche Größe haben, betont Arnold.„ Wir müssen krankheitsorientierte Standards und verbindende Elemente hausübergreifend gestalten. So etwas hat keines der anderen Zentren und deshalb müssen wir uns hier trotz der Anregungen von außen sehr viel selbst erarbeiten. “Arnold selbst hat bereits Erfahrung mit dem Aufbau eines Tumorzentrums in Lissabon, das aus vier deutlichkleineren Kliniken besteht.„ Es gibt Tumorzentren mit mehreren Standorten. Aber da ist es in aller Regel so, dass die Universitätsklinik der Kopf ist, der mit kleineren ,Filial-Krankenhäusern‘ zusammenarbeitet“, ergänzt Prof. Hagenmüller: „So etwas wie unser Hamburger Netz von siebengroßen Krankenhäusern gibt es nirgendwo sonst in Deutschland. “Und auch das Ziel des viel beachteten Asklepios Tumorzentrumsgehe über die bisherigen Projekteweit hinaus: „Hier geht es nicht nur darum, die Tumormedizin innerhalb Hamburgs zu optimieren, sondern auch um die Strahlkraft des Zentrums weit über die Stadthinaus.“

Die Mitglieder des wissenschaftlichen Beirats
Die Mitglieder des wissenschaftlichen Beirats

Auszug Anzeige aus dem Hamburger Ärztemagazin, erschienen am 14.09.2017

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