Tumoren im Kopf- und Halsbereich

PROF. DR. THOMAS GRUNDMANN
Asklepios Klinik Altona

Moderne Verfahren bringen Lebensqualität zurück

Tumoren im Kopf- und Halsbereich

Prof. Dr. Thomas Grundmann im Interview mit dem Hamburger Ärztemagazin
Prof. Dr. Thomas Grundmann im Interview mit dem Hamburger Ärztemagazin

Sie sind vergleichsweise selten, für die betroffenen Patienten aber enorm belastend: Krebserkrankungen des oberen Schluck- und Atemtraktes, also der Mundhöhle, der Zunge, der Mandeln und des Gaumens, der oberen Speiseröhre, des Kehlkopfes oder der Stimmlippen. In den vier HNOKliniken (Altona, Harburg, Nord – Heidberg, St. Georg) des Asklepios Tumorzentrums Hamburg gehören diese Krebsformen zum Alltag, ebenso wie Tumoren der Speicheldrüsen, im Bereich des Gesichtsschädels oder des Nasen-Rachen- Raums sowie Melanome oder Karzinome der Gesichtshaut, der Ohrmuschel und der Nase.

„Dadurch, dass wir im Verbund arbeiten, behandeln wir so viele Patienten, dass wir Standards erarbeiten und fachliche Schwerpunkte setzen können“, erklärt Prof. Dr. Thomas Grundmann, Chefarzt der Hals-Nasen- Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie in der Asklepios Klinik Altona. Gemeinsam hätten die HNO-Kliniken und die Mund- Kiefer-Gesichtschirurgie die diagnostischen und therapeutischen Wege für jede mögliche Tumorerkrankung im Kopf-Hals-Bereich erarbeitet, um sicherzustellen, dass jeder Patient in jeder Klinik nach den gleichen, von der Fachgesellschaft empfohlenen Leitlinien versorgt wird. Die Kooperation mit weiteren Fachabteilungen an den einzelnen Standorten ermögliche zudem spezielle Angebote. Das seien in Altona und Heidberg zum Beispiel die Kopfzentren mit Neurochirurgie, Neuroradiologie, Augenklinik und HNO, in denen Tumoren des Hirns, der Schädelbasis und der Augenhöhle versorgt werden.

Plastische Operationen für mehr Lebensqualität
In Altona habe sich die Wiederherstellung der Schluck- und Sprechfunktionen, aber auch des äußeren Erscheinungsbildes mit Rekonstruktion der ganzen Nase oder Ohrmuschel als besonderer Schwerpunkt herausgebildet, berichtet Prof. Grundmann: „Das ist nach einer Tumoroperation extrem wichtig für die Lebensqualität der Patienten. Auch bei Verletzungen von Gesichtsnerven können wir mit modernen Rekonstruktionsverfahren oft eine fast normale Gesichtsfunktion wiederherstellen.“

Enorme Fortschritte gebe es auch bei der medikamentösen Tumortherapie: „Ein Beispiel sind die Checkpoint-Inhibitoren, die gerade sehr intensiv beforscht werden. Mit ihnen lassen sich Tumoren sehr spezifisch behandeln und in ihrem Wachstum behindern. Solche innovativen Wirkstoffe können wir im Tumorzentrum sehr frühzeitig und effizient einsetzen.“

„Mir ist sehr wichtig, dass wir den Patienten als Menschen wahrnehmen.“

Die Therapie muss auf den Patienten zugeschnitten sein, ist Prof. Grundmann überzeugt
Die Therapie muss auf den Patienten zugeschnitten sein, ist Prof. Grundmann überzeugt

Auch die Fortschritte der bildgebenden Verfahren wie MRT, CT und DVT kommen den Tumorpatienten zugute: „Wir speisen die Bilder in unsere Navigationscomputer ein, die uns in komplexen Regionen helfen, Tumoren viel exakter zu entfernen.“ Doch die medizinische Behandlung sei nur ein Baustein, betont Prof. Grundmann: „Mir ist sehr wichtig, dass wir den Patienten als Menschen wahrnehmen und nicht nur als tumortragenden Organismus.“ Dazu gehöre es, ihn und sein Umfeld, seine Möglichkeiten und Wünsche zu erkennen und mit ihm eine individuell auf ihn zugeschnittene Therapie zu planen. „Nicht für jeden ist das maximale Paket das richtige“, betont Prof. Grundmann: „Wir müssen auf die persönlichen Bedürfnisse eingehen, das sind wir dem Patienten als Ärzte schuldig.“

ASKLEPIOS TUMORZENTRUM HAMBURG
Prof. Dr. Thomas Grundmann

Asklepios Klinik Altona
Abteilung für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie
Paul-Ehrlich-Straße 1
22763 Hamburg
Tel.: (040) 18 18-81 17 41
Fax: (040) 18 18-81 49 14
www.asklepios.com/hamburg/altona/experten/hno/

Schwerpunkte
Tumorerkrankungen im Kopf und Halsbereich
Plastische-rekonstruktive Kopf-Hals-Chirurgie

Auszug Anzeige aus dem Hamburger Ärztemagazin, erschienen am 14.09.2017

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