Tumor identifiziert während der OP

PROF. DR. JOACHIM GOTTSCHALK
Asklepios Klinik Nord – Heidberg

Tumor identifiziert –

Per Schnellschnitt während der OP

Die Arbeit von Prof. Dr. Gottschalk und seinem Team ist Grundlage der Onkologie
Die Arbeit von Prof. Dr. Gottschalk und seinem Team ist Grundlage der
Onkologie

Vor die Therapie haben die Götter die Diagnose gestellt“, sagt Prof. Dr. Joachim Gottschalk, Chefarzt der Pathologie und Neuropathologie der Asklepios Klinik Nord – Heidberg zu Beginn unseres Interviews. „Jede Krebsdiagnose ist heute eine Diagnose des Pathologen“, erklärt Prof. Gottschalk weiter. So wird vor jeder Therapie aus dem Tumor bzw. aus seiner Umgebung eine Gewebeprobe genommen – die sogenannte Biopsie. Dabei gleicht kein Tumor dem anderen. „Als Pathologe brauchen Sie ein sehr ausgeprägtes visuelles Gedächtnis, eine sehr große Erfahrung und einen hohen Grad der Wiedererkennung, damit Sie schnell und sicher befunden können.“ Denn neben der ersten Diagnose werden auch intraoperativ – also während einer OP – Gewebeproben entnommen und umgehend in die Pathologie gebracht.

Hier werden daraus sofort Schnittpräparate erstellt, gefärbt und unter dem Mikroskop eingestuft, ob eine Erkrankung bösartig oder gutartig ist. Nach Diagnosestellung wird das Ergebnis telefonisch an den Operateur übermittelt, der dann auf Grundlage des Befundes weitere Entscheidungen fällen kann. In der Regel werden für diesen Vorgang in der Pathologie etwa zehn bis zwölf Minuten benötigt. „Die feingewebliche Aufarbeitung des bioptisch oder operativ entfernten Materials sowie die anschließende Betrachtung der Gewebeschnitte unter dem Mikroskop ist nach wie vor Grundlage der Diagnostik vieler Erkrankungen“, sagt Prof. Gottschalk. „Insbesondere bei Tumoren liefert diese Methode wegweisende Aussagen zur Klassifikation und prognostischen Einschätzung des Tumorleidens. Damit sind wir – wenn Sie so wollen – die Grundlage der Onkologie.“

„Jede Krebsdiagnose ist heute eine Diagnose des Pathologen.“

Per Schnellschnitt erhält der Operateur während der OP Informationen über den Tumor
Per Schnellschnitt erhält der Operateur während der OP Informationen über den Tumor

Der Pathologe bereitet die Diagnose tumorstadiengerecht auf, beurteilt etwa Größe, Eindringtiefe, Befall von Lymphknoten und erstellt daraus die Tumorformel, an der sich die gesamte folgende Therapie orientiert. „In den letzten Jahren hat sich unser Fach enorm verändert. Methoden aus dem molekularen oder immunhistologischen Bereich helfen uns etwa bei der Biomarker-Testung für gezielte antitumorale Therapien. Und ständig kommen neue Medikamente auf den Markt, die das Leben verlängern oder retten können“, beschreibt Dr. Bernd Feyerabend, Leiter des MVZ Hanse Histologikums Hamburg. „Wir sehen uns im molekularen Bereich die Oberflächeneigenschaften eines Tumors an, seine Mutation, die genetische Veränderung, und suchen dann wie beim Schlüssel- Schloss-Prinzip nach einem passenden Medikament.“

ASKLEPIOS TUMORZENTRUM HAMBURG
Prof. Dr. Joachim Gottschalk
Pathologie und Neuropathologie

Asklepios Klinik Nord – Heidberg
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22417 Hamburg
Tel.: (040) 18 18-87 30 92
www.asklepios.com/hamburg/nord/heidberg/experten/pathologie-neuropathologie/

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www.pathologie-hh.de

Schwerpunkte
Histopathologie
Schnellschnittuntersuchungen
Immunhistologie
Molekularpathologie
Enzymdiagnostik an Muskel- und Darmbiopsien
Zytodiagnostik
Großflächenschnitte

Auszug Anzeige aus dem Hamburger Ärztemagazin, erschienen am 14.09.2017

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