Schock-Diagnose Krebs

DR. BÄRBEL KOLBE
Asklepios Klinik Altona

Schock-Diagnose Krebs

Professionelle Hilfe bringt Lebensqualität zurück

Dr. Bärbel Kolbe nimmt sich für ihre Patienten viel Zeit und hört genau auf Ängste und Sorgen
Dr. Bärbel Kolbe nimmt sich für ihre Patienten viel Zeit und hört genau auf Ängste und Sorgen

Es war wie die Vertreibung aus dem Paradies‘, sagte mir vor kurzem ein Patient, als ihm sein Arzt die Diagnose Krebs mitgeteilt hatte“, sagt Dr. Bärbel Kolbe, Psychoonkologin der Asklepios Klinik Altona. Die erfahrene Diplom-Psychologin und Psychologische Psychotherapeutin spürt täglich die Ängste von Krebspatienten. „Die Diagnose Krebs ist immer noch mit einem Mythos behaftet“, erklärt sie. Patienten denken dann sofort an den plötzlichen Tod – alles sei dann vorbei. Viele Patienten mit der Diagnose Krebs verfallen zunehmend in depressive Verstimmungen, haben große Ängste und kommen in eine massive Krise. „Die Patienten profitieren zwar von den Fortschritten in der Medizin“, beschreibt Dr. Kolbe. „Wir als Psychoonkologen wollen sie aber nicht nur am Leben, sondern auch wieder im Leben sehen.“ Betroffenen und Angehörigen wird geholfen, die Krebserkrankung zu verstehen, zu bewältigen und die Lebensqualität zu erhalten oder zu verbessern.

Patienten bekommen zunächst Hilfe, sich mit dem Schock auseinanderzusetzen. Denn nicht wenige haben einen langen, schweren und anstrengenden Behandlungsweg vor sich. Mit allen Einschnitten in das gewohnte Leben. „Oft hilft schon ein Gespräch, das entlastet. Ich höre genau zu, nehme mir viel Zeit, um zu verstehen. Ich versuche, zusammen mit dem Betroffenen die Perspektive zu wechseln – seine Situation anders zu bewerten und damit besser umzugehen.“ Gemeinsam mit dem Patienten strukturiert der Therapeut dann etwa die Tage, versucht den Patienten wieder Dinge wagen zu lassen, die zwar noch in den Grenzen der vorhandenen Kraft liegen, aber wieder Erfolgserlebnisse vermitteln.

„Ich suche gemeinsam mit den Betroffenen nach Wegen, mit der gewandelten Lebenssituation umzugehen, und gebe ihnen Mut zurück.“

Denn gerade Krebspatienten erbringen Höchstleistungen – wissen es nur nicht und zweifeln am Ende an sich selbst. „Ich suche gemeinsam mit den Betroffenen nach Wegen, mit der gewandelten Lebenssituation umzugehen, und gebe ihnen Mut zurück. Für den Alltag, für das Familienleben oder den Beruf.“ Auch Entspannungsübungen können helfen, scheinbar bedrohliche Situationen unter Kontrolle zu bringen. „Ich liebe meinen Beruf. Sonst wäre ich auch nicht seit über 20 Jahren dabei“, sagt Dr. Kolbe. „Manchmal werde ich gefragt, ob meine Arbeit nicht zu traurig ist. Das Besondere an meiner Arbeit ist, ich lerne Menschen kennen, wenn es um die Wahrhaftigkeit ihres Lebens geht, wie sie mit existentiellen Krisen umgehen, und sehe, dass meine Arbeit ganz viel Sinn macht.“

ASKLEPIOS TUMORZENTRUM HAMBURG
Dipl.-Psych. Dr. phil. Bärbel Kolbe
Asklepios Klinik Altona
Paul-Ehrlich-Straße 1
22763 Hamburg
Tel.: (040) 18 18-81 12 14
b.kolbe@asklepios.com
www.asklepios.com/hamburg/altona/experten/onkologie/psychoonkologie/

Schwerpunkte
psychologische Einzelberatung und unterstützende psychotherapeutische Begleitung
Unterstützung bei der Krankheitsverarbeitung
Unterstützung bei der Bewältigung der Krankheitsfolgen
Linderung von Ängsten und Depressivität
Unterstützung bei Konflikten innerhalb der Partnerschaft und / oder Familie
Intervention bei Krisen in akuten Belastungssituationen
Information und Beratung über weiterführende psychoonkologische Angebote

Auszug Anzeige aus dem Hamburger Ärztemagazin, erschienen am 14.09.2017

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