In Saal 5 operiert der Roboter

PRIV.-DOZ. DR. BALAZS LÖRINCZ
Asklepios Klinik Altona

In Saal 5 operiert der Roboter

Schlüssellochchirurgie in einer neuen Dimension

Priv.-Doz. Dr. Balazs Lörincz mit dem OP-Roboter da Vinci Xi der Asklepios Klinik Altona
Priv.-Doz. Dr. Balazs Lörincz mit dem OP-Roboter da Vinci Xi der Asklepios Klinik Altona

Eine ruhigere Hand als er hat kein menschlicher Chirurg – und der OP-Roboter „da Vinci Xi“ hat gleich vier davon, die er mit unvergleichlicher Präzision einsetzt. Als Spezialist und Ausbilder für roboterassistierte Kopf-Hals- Chirurgie verfügt Priv.-Doz. Dr. Balazs Lörincz bereits über langjährige Erfahrungen mit den Vorgängern des in der Asklepios Klinik Altona installierten modernsten OP-Robotersystems Norddeutschlands. Mit der neuesten Generation sei diese aufwändige Technik nun so ausgereift, dass sie nicht nur in wenigen Bereichen wie der Prostatachirurgie eingesetzt werden kann, sondern immer mehr Fachbereiche von ihren Vorteilen profitieren, so Dr. Lörincz.

Im Grunde ist der da Vinci eher eine Fernsteuerung als ein „richtiger“ Roboter im klassischen Sinn, denn er arbeitet niemals selbständig. Vielmehr sitzt der Operateur in einer Steuerkonsole und kann von dort aus die Instrumente an den Spitzen der vier Arme frei bewegen und damit im Körper des Patienten operieren.

„Bei der herkömmlichen Schlüssellochchirurgie haben wir nur feste Arme ohne Gelenk, genauso in der Laserchirurgie. Damit können wir nur geradeaus schneiden, nicht von der Seite oder in der Rückhand“, erklärt Dr. Lörincz: „Der Roboter verschafft uns nun die volle Beweglichkeit eines Handgelenks.“ Für beste Sicht auf das OP-Feld sorgt eine hochauflösende 3D-Kamera an der Spitze eines der Arme, die besonders scharfe und so detaillierte Bilder liefert, dass der Operateur unterschiedliche Gewebe und Strukturen viel besser erkennen kann. Diese sehr gute Übersicht und die Beweglichkeit der Instrumente seien die wichtigsten Vorteile des da Vinci-Roboters, erklärt Dr. Lörincz. Zudem seien langwierige Eingriffe weit weniger ermüdend für den Operateur als herkömmliche Operationen.

„Immer öfter kommen Patienten mit der Frage, ob ein roboterassistierter Eingriff für sie sinnvoll wäre.“

In Altona arbeiten zurzeit vier Abteilungen mit dem Roboter: die Allgemeinchirurgie, die Kopf- Hals-Chirurgie, die Urologie und die Spezielle Gynäkologie. In aller Regel werde der Roboter für die Tumorchirurgie eingesetzt, erklärt Dr. Lörincz: „Die Allgemeinchirurgen operieren damit vor allem Darm- und Bauchspeicheldrüsenkrebs, die Gynäkologen bösartige Tumoren der Gebärmutter und der Eierstöcke, die Urologen führen damit schonende Eingriffe an den Nieren durch und natürlich auch Prostataoperationen.“ Dr. Lörincz selbst operiert zum Beispiel bösartige Tumoren am Zungengrund, im Schlund oder im Kehlkopf mit Hilfe des Roboters. Bisher ließen sich diese Tumoren nur per Laser oder offen entfernen, mit dem Roboter gelingt das besonders schonend von innen durch den Mund.

ASKLEPIOS TUMORZENTRUM HAMBURG
Priv.-Doz. Dr. Balazs Lörincz

Asklepios Klinik Altona
Abteilung für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde,
Kopf- und Halschirurgie
Paul-Ehrlich-Straße 1
22763 Hamburg
Tel.: (040) 18 18-81 17 41
www.asklepios.com/hamburg/altona/experten/hno/

Schwerpunkte
Roboterassistierte Kopf-Hals-Chirurgie
Roboterassistierte Chirurgie der Schilddrüse und Nebenschilddrüsen
Tumorchirurgie und plastischrekonstruktive Chirurgie

Auszug Anzeige aus dem Hamburger Ärztemagazin, erschienen am 14.09.2017

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