Blutkrebs und vergrößerte Lymphknoten

PROF. DR. A. ELMAAGACLI
Asklepios Klinik St. Georg

Blutkrebs und vergrößerte Lymphknoten

Spezialisten kämpfen um jedes Leben

Prof. Dr. A. Elmaagacli bespricht im eigenen Speziallabor die Untersuchungsergebnisse
Prof. Dr. A. Elmaagacli bespricht im eigenen Speziallabor die Untersuchungsergebnisse

Leukämien und Lymphome betreffen meistens den ganzen Körper – anders als etwa die klassischen, die sogenannten ‚soliden‘ Tumore“, erklärt Prof. Dr. A. Elmaagacli, Chefarzt der Abteilung für Hämatologie, Onkologie und Stammzelltransplantation der Asklepios Klinik St. Georg. Leukämie, oft auch als „Blutkrebs“ bezeichnet, heißt so viel wie „weißes Blut“. Der Körper produziert übermäßig viele weiße Blutkörperchen, die aber nicht funktionsfähig sind. Maligne Lymphome, auch Lymphdrüsenkrebs genannt, sind Krebserkrankungen des lymphatischen Systems. Dazu zählen Lymphknoten, Milz und bestimmte weiße Blutkörperchen.

„Zum Glück sind beide Krebserkrankungen eher selten“, so der national als auch international anerkannte Spezialist für Knochenmark- Stammzelltransplantation weiter. „Doch besonders wichtig ist dann ein sehr intensives Patienten- Arzt-Verhältnis. Hier versuche ich den Patienten die Angst zu nehmen – die Angst vor der Erkrankung als auch vor der Therapie – und kämpfe mit jedem Patienten für dessen Heilung. Oft ist es eine längerfristige Behandlung – so lerne ich meine Patienten und ihre Angehörigen, die nicht weniger leiden, sehr intensiv kennen“, meint Prof. Elmaagacli. Zum Einsatz kommt neben der Chemotherapie die allogene Stammzelltransplantation, bei der lebende Zellen eines anderen Menschen übertragen werden. Für die Transplantation selbst braucht es eine große Expertise. „Ich habe beispielsweise in über 20 Jahren mehr als 3000 allogene Transplantationen durchgeführt“, erklärt Prof. Elmaagacli. „Denn betroffen sind überwiegend ältere Menschen, für die eine Therapie oft sehr belastend ist.

Daher müssen wir ganz genau prüfen, welcher Patient geeignet ist und welcher lieber nicht transplantiert werden sollte – wo also der Eingriff mehr schaden könnte.“

Innovative und individuelle Therapieansätze für verschiedene Arten von Krebs
Und dabei ist Krebs nicht gleich Krebs. Lymphome und Leukämie sind sehr verschieden. „Wir wissen heute, dass es sehr verschiedene Untergruppen gibt – mit ganz spezifischen genetischen Merkmalen der Tumoren. Daher haben wir ein eigenes Speziallabor für hämatologische Diagnostik und kooperieren mit führenden Institutionen auf diesem Gebiet. So können wir schnell diagnostizieren, die Entwicklung verfolgen und Rückfälle frühzeitig erkennen.“ Zum Einsatz kommt inzwischen immer öfter auch die Immuntherapie. „Wir erleben gerade einen Umbruch, bei dem wir neue Medikamente wie etwa die Immuntherapie immer weiter einsetzen können“, beschreibt Prof. Elmaagacli. Oft kann durch neue innovative Medikamente eine Chemotherapie bereits ersetzt werden; in anderen Fällen ergänzen oder unterstützen sie die Therapie. Diese sehr zielgerichteten Therapien haben zudem wenig oder keine langanhaltenden Nebenwirkungen. „Jedoch braucht es für den Einsatz der Therapien eine große Erfahrung.

„Für die Transplantation selbst braucht es eine große Expertise. Ich habe etwa in über 20 Jahren mehr als 3000 allogene Transplantationen durchgeführt.“

Hierzu haben wir ein eigenes Forschungsprojekt.“ Sehr häufig sterben Patienten nicht durch den Krebs selbst, sondern durch ein geschwächtes Immunsystem. Prof. Elmaagacli und sein Team wollen systematisch erforschen, welche Patienten durch Infekte besonders gefährdet sind. „Letztlich frage ich mich immer: Was bringt die Therapie für den Patienten? Sie sehen: In der Hämatologie brauchen wir eine sehr individuelle Therapie, kein einheitliches Schema.“ Nach der Transplantation werden die Patienten in einer eigenen Reinluftstation, Leukemia, untergebracht. Hier sind sie geschützt vor zusätzlich belastenden Keimen. In der hochspezialisierten Klinik von Prof. Elmaagacli erhalten Patienten mit bösartigen Erkrankungen somit eine kontinuierliche Betreuung aus einer Hand – von der Diagnose über die Therapie bis zur Nachsorge in der ambulanten Therapie.

ASKLEPIOS TUMORZENTRUM HAMBURG
Prof. Dr. A. Emaaglicacli
Hämatologisch-Onkologisches Zentrum

Asklepios Klinik St. Georg
Lohmühlenstr. 5
20099 Hamburg
Tel.: (040) 18 18-85 20 05
Fax: (040) 18 18-85 42 26
www.asklepios.com/hamburg/sankt-georg

Schwerpunkte
Multiples Myelom
Tumorerkrankungen der soliden Organe
Bösartige Erkrankungen des lympahtischen Systems – maligne Lymphome
Akute und chronische Leukämie
Myelodyplastisches Syndrom / myeloproliferative Syndrome
Erkrankungen des Abwehrsystems (z.B. schwere aplastische Anämie)
Information und Beratung über weiterführende psychoonkologische Angebote

Leitet seit Jahresbeginn die Abteilung für Hämatologie, Onkologie und Stammzelltransplantation: Prof. Dr. A. Elmaagacli
Leitet seit Jahresbeginn die Abteilung für Hämatologie, Onkologie und Stammzelltransplantation: Prof. Dr. A. Elmaagacli

Auszug Anzeige aus dem Hamburger Ärztemagazin, erschienen am 14.09.2017

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