Asklepios Tumorzentrum und Krebskongress bündeln Expertenwissen

Mit vereinten Kräften gegen den Krebs

Asklepios Tumorzentrum und Krebskongress bündeln Expertenwissen

Prof. Dr. Christoph U. Herborn, Prof. Dr. Karl-J. Oldhafer und Prof. Dr. Friedrich Hagenmüller auf dem 1. Hamburger Krebskongress in der Handwerkskammer (v.l.)
Prof. Dr. Christoph U. Herborn,
Prof. Dr. Karl-J. Oldhafer und
Prof. Dr. Friedrich Hagenmüller auf
dem 1. Hamburger Krebskongress
in der Handwerkskammer (v.l.)

Kaum ein Bereich profitierte in den vergangenen Jahren so sehr vom medizinischen Fortschritt wie die Diagnostik und Behandlung von Krebsleiden. Doch mit den neuen Möglichkeiten und insbesondere der Individualisierung der Therapien steigen auch die Anforderungen an die Ärzte und Kliniken, die vor der Aufgabe stehen, die optimale Behandlung jedes einzelnen Patienten sicherzustellen. „Es tut sich wahnsinnig viel in der Behandlung von Tumorpatienten, ständig gibt es neue Entwicklungen“, sagt Prof. Dr. Karl Oldhafer, Dekan der Asklepios Medical School. Zudem bestätige sich immer mehr, dass der Behandlungserfolg maßgeblich davon abhängt, wie oft genau diese Therapie in einer Klinik durchgeführt wird. „Aktuelle Studien zeigen eindeutig, dass nicht nur die Erfahrung des behandelnden Arztes wichtig ist, sondern auch, wie die Institution insgesamt aufgestellt ist, wie die Zusammenarbeit von Radiologie, Onkologie, Gastroenterologie, Chirurgie und anderen funktioniert.“

Mit der Gründung des Tumorzentrums Hamburg tragen die Asklepios Kliniken dieser Entwicklung Rechnung, indem sie die Expertise aller sieben Hamburger Krankenhäuser des Konzerns bündeln. Gemeinsam verfügen die Asklepios Kliniken Altona, Barmbek, Nord, St. Georg und Wandsbek, das Klinikum Harburg und das Westklinikum in Rissen über rund 200 Chef- und Oberärzte, die sich auf Krebserkrankungen spezialisiert haben und mehr als 16.000 Tumorpatienten pro Jahr versorgen. „Der Trend in der Krebsmedizin geht zur Zentrumsbildung“, bestätigt Prof. Dr. Christoph U. Herborn, Medizinischer Direktor der Asklepios Kliniken. Das habe an Universitätskliniken angefangen und sei auch schon an einzelnen Asklepios Kliniken umgesetzt worden. Das neue Tumorzentrum Hamburg stelle aber eine neue Dimension dar: „Hier in Hamburg betreuen wir mit unseren sieben Krankenhäusern die Hälfte aller Patienten, und wir sind sicher, dass die bisher schon gute Versorgung gebündelt noch besser funktionieren kann. Das kommt vor allem Patienten mit speziellen Krankheitsbildern zugute, die so Zugang zu den passenden Spezialisten erhalten.“ Es sei immer wieder ein Dilemma, wenn einige Kliniken Therapien durchführten, ohne die geforderte Mindestmenge zu erreichen, berichtet Prof. Oldhafer.

Das sei im Konstrukt des neuen Tumorzentrums besser zu lösen: „Wir haben nun viele Möglichkeiten, unsere Expertise zu bündeln. Für uns ist wichtig, dass die Patienten über interne Krebslotsen eine Therapie erhalten, die höchste Qualität hat.“ Daneben ließen sich auch qualifizierte Zweitmeinungen besser einholen, betont Prof. Oldhafer: „Wir bekommen häufig solche Anfragen. Die Patienten sind heute informierter, sie recherchieren im Internet und kennen die wissenschaftlichen Veröffentlichungen.“ Immer öfter fragten sie gezielt bei Experten nach, um diese Informationen richtig einzuordnen und zu erfahren, ob die ihnen vorgeschlagene Therapie wirklich die beste Option ist. Ein ganz wichtiger Punkt sei auch der konstruktive Austausch der Spezialisten innerhalb des Tumorzentrums, ergänzt Prof. Dr. Friedrich Hagenmüller, der den Aufbau des Asklepios Tumorzentrums als Chairman koordiniert hatte: „Das Diskutieren unter Experten ist immer hilfreich. Es endet bestenfalls im Konsens; auf jeden Fall bringt es für den Patienten ein bestens durchdachtes Therapiekonzept.“

Die ungewöhnliche Konstruktion des Tumorzentrums mit seinen über die Stadt verteilten Standorten sei letztlich ein großer Vorteil, erläutert Prof. Herborn: „Zwar wäre die Bündelung in einem großen Krankenhaus einfacher, aber dank der Organisation über verschiedene Standorte können wir näher an den Patienten sein.“ Das passe zur Metropolregion Hamburg mit ihren 2,3 Millionen Einwohnern besser als ein einzelner, sehr großer Standort. „Wir haben bei Asklepios andernorts andere Konzepte, aber in Hamburg ist es sinnvoller, unsere sieben Häuser als Eintrittspforten zu einer gemeinsam abgestimmten Behandlung zu sehen.“ „Große Tumorzentren unter einem Dach haben zwar kurze Wege für die Mitarbeiter, aber unser Netzwerk bringt unsere beste Leistung in die Nähe des Patienten“, ergänzt Prof. Hagenmüller: „So können wir eine große Region weit über Hamburgs Grenzen hinaus versorgen, schließlich ist auch die Zahl der an den sieben großen Krankenhäusern verfügbaren Spezialisten riesig.“

Das Diskutieren unter Experten ist immer hilfreich. Es endet bestenfalls im Konsens; auf jeden Fall bringt es für den Patienten ein bestens durchdachtes Therapiekonzept.““

Hamburger Krebskongress
Hamburger Krebskongress

Ein neuer Kongress für Hamburg
Das neue Tumorzentrum ist nur ein Baustein der Asklepios-Strategie in der Krebsmedizin: Um den wissenschaftlichen Austausch über die neuesten Erkenntnisse und Methoden zu fördern, lud das Unternehmen im Februar zum 1. Hamburger Krebskongress Experten aus dem ganzen Bundesgebiet in die Handelskammer ein – und mehr als 500 Teilnehmer kamen. „Was in den vergangenen Jahren in der Onkologie passiert ist, ist an Innovation nicht zu übertreffen. Das Zusammenspiel unterschiedlicher Fachrichtungen ermöglicht heute Therapieerfolge, die früher unvorstellbar gewesen wären, und für uns ist es strategisch wichtig, hier unbedingt am Ball zu bleiben“, erklärt Prof. Herborn das Engagement des Unternehmens. „Die Wissenschaft schreitet so rasch voran, dass der Bedarf an einem weiteren Austausch groß ist. Mit dem Hamburger Krebskongress schließen wir die Lücke zwischen den großen Krebskongressen, die alle zwei Jahre in Berlin stattfinden“, erläutert Kongresspräsident Prof. Oldhafer: „Wir werden ihn deshalb ebenfalls alle zwei Jahre alternierend durchführen.“

Auszug Anzeige aus dem Hamburger Ärztemagazin, erschienen am 14.09.2017

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