Neue Verfahren machen Narkose sicherer

Priv.-Doz. Dr. Marc Freitag
Israelitisches Krankenhaus

Neue Verfahren machen Narkose sicherer

Priv.-Doz. Dr. Marc Freitag leitet die Anästhesiologie und interdisziplinäre Intensivmedizin im Israelitischen Krankenhaus
Priv.-Doz. Dr. Marc Freitag leitet die Anästhesiologie und interdisziplinäre Intensivmedizin im Israelitischen Krankenhaus

Der medizinische Fortschritt stellt vor allem Anästhesisten vor immer neue Herausforderungen, denn die Patienten werden immer älter und kommen mit mehr Vorerkrankungen zu immer komplexeren Eingriffen in die Klinik. „Das erfordert eine gute Planung im Vorfeld der Operation. Unsere Rolle wird dabei immer wichtiger, denn wir managen die gesamten Prozesse rund um den Eingriff, nicht nur die Narkose“, erläutert Priv.-Doz. Dr. Marc Freitag, Chefarzt der Abteilung für Anästhesiologie und interdisziplinäre Intensivmedizin im Israelitischen Krankenhaus.

Die neun erfahrenen Anästhesisten seines Teams besprechen alle Patienten im Vorfeld mit den Operateuren, um Risiken zu erkennen und zu kontrollieren: „Wir sind eng verzahnt mit den Chirurgen und den Internisten, ein eingespieltes Team. Das gelingt großen Krankenhäusern in dieser Intensität meist nicht, aber in unserer überschaubaren Klinik ist diese enge Zusammenarbeit noch möglich“, so Freitag. Ziel sei es, für jeden Patienten einen individuellen Plan maßzuschneidern: „Neben der eigentlichen Narkose umfasst das zum Beispiel auch die Nahrung vor der Operation, eine exakt gesteuerte Flüssigkeitszufuhr während des Eingriffs und die zügige Mobilisation mit Hilfe des Pflege- und Physiotherapeutenteams.“

Moderne Technik für mehr Sicherheit
Während der Narkose überwachen Freitag und sein Team bei jedem Patienten neben der Kreislauf- und Atmungsfunktion auch die Hirnströme. „Auf diese Weise stellen wir sicher, dass der Patient die optimale Menge an Narkosemitteln bekommt und nicht aufwacht, aber auch nicht zu tief schläft“, erklärt Freitag: „So erholen sich die Patienten schneller von der Narkose und der Operation und es kommt seltener zu Komplikationen wie dem sogenannten Durchgangssyndrom – einer vorübergehenden Verwirrtheit nach der Operation.“ Während der Operation messen die Anästhesisten zudem den Grad der medikamentösen Muskelentspannung (Relaxation) unter der Narkose und heben sie gegen Ende des Eingriffs gezielt auf (kleines Foto). So kommen die Patienten ohne Relaxation in den Aufwachraum. „Das reduziert die Gefahr einer Lungenentzündung, die entsteht, weil relaxierte Patienten nicht tief genug durchatmen können“, erläutert Freitag. Beide Messungen seien im Alter besonders wichtig, da ältere Patienten die Wirkstoffe anders abbauen.

Intensivmedizin sichert eine optimale Weiterbetreuung
Die Intensivstation steht im Israelitischen Krankenhaus unter anästhesiologischer Leitung. Das Anästhesieteam führt die morgendliche Visite zusammen mit den Chirurgen durch und am Nachmittag wird der Verlauf des Patienten gemeinsam analysiert. Auch technisch müssen Freitag und sein Team auf nichts verzichten: „Wir verfügen hier über eine komplette Ausstattung: Intensivstation, Aufwachraum und OPs sind auf dem neuesten Stand.“

Eine gute Schmerztherapie ist genauso wichtig wie eine gute Narkose oder Operation.

Relaxation
Relaxation

Schmerzarmes Krankenhaus
Schmerzen nach einer Operation sind nicht nur belastend, sie können auch die Heilung verzögern, da die Funktion von Lunge oder Darm beeinträchtigt werden. Die Vermeidung von Schmerzen ist daher für Freitag und sein Team ein zentrales Element ihrer Arbeit: „Alle Patienten erhalten bei uns ein individuelles Konzept zur Schmerztherapie. Das beginnt mit der Aufklärung vor dem Eingriff und reicht bis zum Schmerzkatheter, den alle Patienten im Israelitischen Krankenhaus vor einem großen operativen Eingriff bekommen.“

Priv.-Doz. Dr. Marc Freitag
Anästhesiologie und interdisziplinäre Intensivmedizin
Israelitisches Krankenhaus

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