Neurostimulation

DR. DANIEL KLASE

neuro rothenbaum

Neurostimulation

Schrittmacher gegen den Schmerz

Dr. Daniel Klase nutzt elektrische Impulse, um Schmerzen auszuschalten
Dr. Daniel Klase nutzt elektrische Impulse, um Schmerzen auszuschalten

Wenn chronische Schmerzen ihren Ursprung in einer Nervenerkrankung oder -verletzung haben, stoßen Medikamente oft an ihre Grenzen. Ärzte sprechen dabei vom sogenannten neuropathischen Schmerzsyndrom. „Ursachen sind zum Beispiel Bandscheibenvorfälle oder -operationen, die zu einer Nervenschädigung geführt haben, Operationen eines Karpaltunnelsyndroms oder einer Leistenhernie“, berichtet Dr. Daniel Klase. „Typisch ist ein brennender, lancierender Schmerz, der einschießt oder auch dauerhaft vorhanden ist. Vor allem tritt er in Ruhe auf oder wenn man zur Ruhe kommen möchte. Für die Patienten sind diese Schmerzsyndrome ein Desaster.“

Der Neurochirurg und Spezielle Schmerztherapeut hat sich auf die interventionelle Behandlung des neuropathischen Schmerzsyndroms spezialisiert, die zum Einsatz kommt, wenn Medikamente über längere Zeit keine ausreichende Linderung bringen. Abhängig von der zugrunde liegenden Nervenschädigung führt Klase unter örtlicher Betäubung Elektroden in den Spinalkanal zur Rückenmarkstimulation ein oder an den betroffenen Nerven oberhalb der Schädigungsstelle, um die Nerven mit elektrischen Impulsen eines Schrittmachers zu stimulieren. „Das funktioniert ähnlich wie die bekannte TENS-Therapie“, erklärt Klase: „Wir legen die Elektroden aber nicht auf die Haut, sondern auf die Rückenmarkshinterstränge.“

„Auch Polyneuropathien sprechen oft gut auf die Stimulationstherapie an.“

Die Stimulation löst ein Kribbeln aus, das wie eine Löschdecke funktioniert: „Es überlagert die Schmerzleitung zum Gehirn, weil Gefühl und Schmerz im Hinterstrang des Rückenmarks den gleichen Weg einschlagen. Der Trick ist, das Kribbeln mit dem Strom stärker und schneller zu machen als den Schmerzreiz. Der Reiz, der zuerst im schmerzverarbeitenden Zentrum ankommt, gewinnt.“ Der etwas später ankommende Schmerzreiz werde dann nicht mehr wahrgenommen, so Klase: „Das funktioniert also nur, solange das Kribbeln spürbar ist. Die Patienten können ihren Schrittmacher bei Bedarf ein- und ausstellen.

Der Schrittmacher wird unter die Haut gepflanzt
Der Schrittmacher wird unter die Haut gepflanzt

Viele benötigen die Stimulation nachts nicht, andere brauchen sie tagsüber nicht, manche lassen sich eine Stunde stimulieren und ruhen dann vier Stunden.“ Auch Polyneuropathien sprechen oft gut auf die Stimulationstherapie an, berichtet Klase. In einigen Fällen könne das System sogar nach einigen Jahren wieder entfernt werden, weil es nicht mehr benötigt wird. Zunächst wird das Verfahren unter Alltagsbedingungen mit einem externen Schrittmacher getestet. Nur wenn es die Schmerzen um mindestens 40-50 Prozent lindert, bekommt der Patient den endgültigen Schrittmacher unter die Haut implantiert. Der Schrittmacher lässt sich von außen ansteuern, programmieren und aufladen.

Die Neurostimulation zählt zu den Kassenleistungen, über den Einsatz entscheidet der Schmerztherapeut, so Klase: „Wir sollten das System aber nur bei Patienten einsetzen, die zuvor ohne ausreichenden Erfolg umfangreich konservativ therapiert worden sind.“ Entscheidend ist die Schmerzstärke: „Wenn der Schmerz auf einer Zehnerskala ständig über fünf liegt, sollten sich Patienten eine Zweit- oder Drittmeinung holen, ob es Alternativen zu den Medikamenten gibt.“

Dr. Daniel Klase
Facharzt für Neurochirurgie,
Spezielle Schmerztherapie
neuro rothenbaum
Rothenbaumchaussee 3
20148 Hamburg
Tel.: (040) 41 46 91 73
Fax: (040) 41 46 91 74
praxis.klase@neurorothenbaum.de
www.neurorothenbaum.com

Schwerpunkte
Neuropathische Schmerzen
Periphere Nervenstimulation
Rückenmarkstimulation
Interventionelle Schmerztherapie

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Anzeige aus dem Hamburger Ärztemagazin, erschienen am 24.11.2016

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