Kinderorthopädie auch für Erwachsene

DR. ULRICH HEISE

Orthopädie-Zentrum Hamburg

Kinderorthopädie auch für Erwachsene

Betreuung seltener Erkrankungen

Dr. Ulrich Heise ist aufgrund seiner langen Erfahrung ein begehrter Ansprechpartner
Dr. Ulrich Heise ist aufgrund seiner langen
Erfahrung ein begehrter Ansprechpartner

Fehlbildungen und Systemerkrankungen des Bewegungsapparates gehören schon im Kindesalter zu den seltenen Krankheiten. Wer als Erwachsener unter Spätfolgen leidet, steht aber vor einem weit größeren Problem: Es gibt kaum noch Ärzte, die sich mit diesen Erkrankungen befassen. „Ich stelle immer wieder fest, dass ich trotz meines Alters als Ansprechpartner für gewisse Patientengruppen immer noch wichtig bin, weil die jüngeren Kollegen als Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie allgemeiner ausgebildet wurden und diese besonderen Patienten nicht mehr so auf dem Kompass haben“, erzählt Dr. Ulrich Heise, der sich auf diese Erkrankungen spezialisiert hat und neben den Kindern auch erwachsene Betroffene behandelt:

„Ein 50-Jähriger mit Klumpfuß geht nicht mehr zum Kinderorthopäden – und die anderen Orthopäden sehen diese Fälle sehr selten.“ Das gleiche Problem trete bei der Skoliose auf, einer erblich bedingten Wirbelsäulenverkrümmung, die im Kindesalter diagnostiziert und bis zum Ende der Pubertät meist mit einem Korsett behandelt wird. „Danach muss man beobachten, ob die Krümmung nach dem Ende des Wachstums zunimmt“, erklärt Heise: „Dann sind diese Patienten 20 Jahre und älter und brauchen jemanden, der ihnen sagt, ob sie operativ begradigt werden müssen und was zu tun ist.“

Patienten mit Skoliosen, Spastiken, Muskeldystrophie Duchenne, Charcot- Marie-Tooth-Neuropathie und ähnlichen Erkrankungen benötigen eine jahrzehntelange Betreuung – von der Kindheit bis ins höhere Alter. „Skoliose-Patientinnen, die ich vor 30 Jahren operiert habe, kommen nun mit ihren Töchtern zu mir, die ein deutlich erhöhtes Risiko haben. Oder sie kommen, weil Jahrzehnte nach der Operation weitere Segmente der Wirbelsäule Beschwerden bereiten.

Die Beratung und Weichenstellung bei diesen Patienten erfordert viel Erfahrung und spezielle Kenntnisse.“ Auch für früher von der inzwischen fast ausgerotteten Kinderlähmung betroffene Patienten ist Heise einer der wenigen erfahrenen Ansprechpartner: „Sie kommen heute mit dem Post-Polio-Syndrom, einer Muskelschwäche, die 40 Jahre nach der Akuterkrankung auftritt.“ Die kinderorthopädischen Abteilungen der Kliniken betreuen keine erwachsenen Patienten. Hier klaffe eine Lücke im Versorgungssystem, so dass die Patienten später von Ärzten betreut werden, für die diese Erkrankungen extreme Raritäten darstellen.

Skoliose einer 18-jährigen Patientin vor und nach der operativen Begradigung
Skoliose einer 18-jährigen Patientin vor und nach der operativen Begradigung

Fehlstellungen der Wirbelsäule gehören zu Heises Schwerpunkten
Fehlstellungen der Wirbelsäule gehören zu Heises Schwerpunkten

Knochentumoren
Ähnliche Probleme haben Patienten, denen früher ein Knochentumor entfernt wurde: „Die Überlebensrate stieg zum Beispiel beim Osteosarkom im Laufe der Zeit von 5 auf mehr als 80 Prozent, als wir begannen, den Tumor vor der OP durch eine Chemotherapie zu verkleinern und ihn dann aus dem Knochen zu schneiden, statt die Gliedmaße komplett zu amputieren“, erinnert sich Heise, der sich seit 1982 mit diesem Thema beschäftigt. Heute suchen ihn Patienten auf, die vor Jahrzehnten operiert wurden und nun Probleme z. B. mit alten Endoprothesen haben, die heute nicht mehr im Gebrauch sind. Die sitzen oft noch fest im Knochen, aber die mechanisch beanspruchten Teile müssen gewechselt werden.

DR. ULRICH HEISE
Orthopädie-Zentrum Hamburg
Poststraße 2-4
20354 Hamburg
Tel.: (040) 35 10 55-0
Fax: (040) 35 10 55-77
mail@orthopaedie-zentrum-hamburg.de
www.orthopaedie-zentrum-hamburg.de

Schwerpunkte
Kinderorthopädie
Skoliose
Korrigierende Gelenkchirurgie
Endoprothetik
Knochen- und Weichteiltumoren
Orthopädische Therapie bei Systemerkrankungen und Fehlbildungen des Bewegungsapparates (Zerebralparese, Spina bifida, Poliofolgen, Muskelkrankheiten, Dysmelien)

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Anzeige aus dem Hamburger Ärztemagazin, erschienen am 24.11.2016

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