Strahlentherapie bei Kopf-Hals-Tumoren

PRIV.-DOZ. DR. SILKE TRIBIUS
Asklepios Klinik St. Georg

Schonende Heilung

Strahlentherapie bei Kopf-Hals-Tumoren

Priv.-Doz. Dr. Silke Tribius ist Chefärztin des Hermann-Holthusen-Instituts für Strahlentherapie an der Asklepios Klinik St. Georg
Priv.-Doz. Dr. Silke Tribius ist Chefärztin des Hermann-Holthusen-Instituts für Strahlentherapie an der Asklepios Klinik St. Georg

Bei Tumoren im Rachen, Kehlkopf oder in der Mundhöhle ist die Strahlentherapie seit mehr als 20 Jahren etabliert“, berichtet Priv.-Doz. Dr. Silke Tribius, Chefärztin der Strahlentherapie in der Asklepios Klinik St. Georg. Mit den Fortschritten der Strahlentherapie sei die Behandlung inzwischen viel präziser und damit schonender geworden, so dass sich die Organfunktionen heute meist erhalten lassen. „Wir kooperieren fachübergreifend, das ist ganz wichtig“, betont Tribius. „Sobald die Diagnostik abgeschlossen ist, erarbeiten wir in der Tumorkonferenz gemeinsam die beste Therapieempfehlung für den Patienten, um seine Lebensqualität zu bewahren.“

Ziel der Strahlen- und Chemotherapie sei immer, das vom Krebs betroffene Organ und seine Funktion zu erhalten: „Gelingt es uns zum Beispiel, den Tumor zu zerstören und dabei den Kehlkopf zu verschonen, kann der Patient weiterhin weitestgehend normal sprechen, schlucken und essen.“

Immer öfter gelänge es den Strahlentherapeuten und Onkologen heute, Krebserkrankungen ganz ohne Operation zu heilen. „Mein Ziel ist, Patienten nicht nur geheilt zu entlassen, sondern gesund“, versichert Tribius: „Das ist ein großer Unterschied, denn neben der Heilung geht es auch um die Lebensqualität.“ Früh entdeckte, kleine Tumoren seien nach wie vor eine Domäne der Chirurgie, betont Tribius. Sobald sich der Tumor aber in einem lokal fortgeschrittenen Stadium befinde, kämen kombinierte, fachübergreifende Behandlungsansätze zum Tragen. „Die Patienten kommen mit ihrer Diagnose zu uns und wir klären über die verschiedenen Therapieoptionen, ihre Vor- und Nachteile auf “, erklärt Tribius. Dazu gehöre auch, die Patienten immer wieder zum Weitermachen zu motivieren. Fünf bis sechs Mal pro Woche werden die Bestrahlungen durchgeführt, jeweils nur wenige Minuten. Insgesamt 25 bis 30 Sitzungen kommen so zusammen. Bei manchen Patienten ist gleichzeitig eine Chemotherapie notwendig, abhängig vom Tumorstadium, ihrem Allgemeinzustand, ihrem Alter und anderen Faktoren.

In unserem Fach ist in den vergangenen 25 Jahren eine echte Revolution passiert.

Priv.-Doz. Dr. Silke Tribius
Priv.-Doz. Dr. Silke Tribius

Bei den Nebenwirkungen der Strahlentherapie habe sich durch den technischen Fortschritt die Situation in den vergangenen 25 Jahren deutlich entspannt, berichtet Tribius: „Mit den modernen Techniken können wir wesentlich präziser bestrahlen und dabei gesundes Gewebe schonen, so dass wir viele einst gefürchtete späte Nebenwirkungen gar nicht mehr sehen.“ Künftige Entwicklungen werden diesen Trend fortsetzen, ist sich Tribius sicher: „Der nächste Schritt wird vermutlich die Bestrahlungsplanung anhand von Kernspinaufnahmen sein, so dass wir die Weichteile besser berücksichtigen können.“ Generell werde der Weg immer weiter in die individualisierte Medizin führen: „Es wird darum gehen, die jeweils optimalen Therapieformen zum idealen Zeitpunkt einzusetzen.“

Priv.-Doz. Dr. Silke Tribius
Hermann-Holthusen-Institut für Strahlentherapie
Asklepios Klinik St. Georg

Lohmühlenstraße 5
20099 Hamburg
Tel.: (040) 18 18-85 23 68
Fax: (040) 18 18-85 30 54
www.asklepios.com/hamburg/sanktgeorg/experten/strahlentherapie
Schwerpunkte
Präzisionsbestrahlung bösartiger Tumoren und Metastasen
Strahlentherapie bei gutartigen Erkrankungen
– Morbus Basedow (Autoimmun-krankheit der Schilddrüse)
– Verkalkungen von Gelenken nach Unfällen
– Sehnenverhärtungen
– Fersensporn

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Auszug Anzeige aus dem Hamburger Ärztemagazin, erschienen am 29.05.2017

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