Spritzen stoppen den Sehverlust

DR. URSULA M. EDYE-KANZOW
Asklepios Klinik Altona

Spritzen stoppen den Sehverlust

Altersbedingte Makuladegeneration

Dr. Ursula Edye-Kanzow rät bei AMD-Patienten in der Familie zu jährlichen Vorsorgeuntersuchungen
Dr. Ursula Edye-Kanzow rät bei AMD-Patienten in der Familie zu jährlichen Vorsorgeuntersuchungen

Häufig fällt es zuerst beim Lesen auf: Wenn gerade die Dinge, die eigentlich scharf zu sehen sein sollten, trotz Brille zunehmend verschwommen wirken, kann das auf eine altersbedingte Makuladegeneration (AMD) hindeuten. Die Makula ist der Bereich im Zentrum der Netzhaut, der für das schärfste Sehen zuständig ist. Im Alter leiden sehr viele Menschen unter dieser Erkrankung, mitunter seien aber auch schon 50-Jährige betroffen, berichtet Dr. Ursula Edye-Kanzow. „Neben dem Alter spielen auch andere Faktoren eine Rolle, zum Beispiel die Vererbung. Wer AMD-Patienten in der Familie hat, sollte unbedingt die Chance nutzen und regelmäßig einmal im Jahr seine Netzhaut untersuchen lassen, rät die Augenärztin. Sollten dabei Auffälligkeiten entdeckt werden, werde in kürzeren Abständen kontrolliert, um rechtzeitig eine Behandlung einleiten zu können.

Neben dem Alter und der Veranlagung sei die Sonneneinstrahlung im Laufe des Lebens ein wichtiger Risikofaktor, so Edye-Kanzow: „Es gibt viele Menschen, die sich ohne Sonnenbrille der Sonne aussetzen. Da ist die Gefahr groß, dass sie Strahlenschäden in der Netzhaut davontragen.“ Grundsätzlich gibt es zwei Formen der AMD: Bei der „trockenen“ Form geht über Jahre oder Jahrzehnte das Pigmentepithel der Netzhaut ganz langsam zugrunde – ein Prozess, der sich durch Nahrungsmittelzusätze wie Lutein, Zeaxanthin und Omega-3-Fettsäuren zwar verlangsamen, aber nicht aufhalten lässt.

Bei der „feuchten“ AMD kommt es darüber hinaus zu einem Flüssigkeitsaustritt aus undichten, wuchernden Blutgefäßen in die Netzhaut und zu einem raschen Sehverlust innerhalb von Tagen oder Wochen. Nicht selten schlägt eine bestehende trockene AMD plötzlich in die feuchte AMD um und erfordert dann eine rasche Therapie, um eine drastische Sehverschlechterung zu verhindern. „Die Patienten können Sehveränderungen selbst kaum einschätzen“, warnt Edye Kanzow, deshalb sollte jede plötzlich auftretende Sehverschlechterung umgehend vom Augenarzt untersucht werden. Zur Diagnostik gehört neben Tests der Sehleistung und einer gründlichen Spiegelung des Augenhintergrundes auch eine sogenannte Optische Kohärenztomograf ie (OCT), die die Netzhautschichten darstellt, erklärt Edye-Kanzow: „Wir schauen nach typischen Anzeichen für eine feuchte Makuladegeneration, die eine Behandlung erforderlich machen.“

Jede plötzlich auftretende Sehverschlechterung sollte umgehend vom Augenarzt untersucht werden.“

Praxis Dr. Ursula M. Edye-Kanzow
Praxis Dr. Ursula M. Edye-Kanzow

Mit Medikamenten, die direkt ins Auge gespritzt werden, lasse sich das Fortschreiten der Erkrankung heute meist stoppen und oft sogar das Sehvermögen wieder verbessern, so Edye-Kanzow: „Ins Auge spritzen hört sich immer sehr bedrohlich an, aber die Patienten spüren das kaum, da man das sehr gut betäuben kann.“ Meist führen drei Spritzen im Abstand von vier Wochen zum Erfolg. Bei manchen Patienten ist bereits nach Tagen ein Effekt zu sehen, bei anderen muss die Behandlung noch länger fortgesetzt werden, bis die AMD zum Stillstand kommt.

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Auszug Anzeige aus dem Hamburger Ärztemagazin, erschienen am 29.05.2017

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