Gefährliches Erbe

PROF. DR. CHRISTOPH KECK, DR. JULIA WICKERT
endokrinologikum Hamburg

Gefährliches Erbe

Wenn die Krankheit in den Genen liegt

Prof. Dr. Christoph Keck, Ärztlicher Leiter des endokrinologikum Hamburg, und Dr. Julia Wickert, Fachärztin für Humangenetik
Prof. Dr. Christoph Keck, Ärztlicher Leiter des endokrinologikum Hamburg, und Dr. Julia Wickert, Fachärztin für Humangenetik

Die genetische Veranlagung des Patienten spielt bei sehr vielen Erkrankungen eine wichtige Rolle, die lange unterschätzt wurde. Seit der Entschlüsselung des menschlichen Genoms werden immer mehr genetische Veränderungen als Ursachen oder Risikofaktoren bereits bekannter Krankheitsbilder entlarvt. Humangenetiker sind darauf spezialisiert, diese Zusammenhänge zu erkennen und die richtigen Schlüsse für eine gezielte Behandlung zu ziehen. Das endokrinologikum Hamburg hat nun ein mit sechs Experten besetztes eigenes ambulantes Genetik-Zentrum in der Hansestadt gegründet. „Im endokrinologikum befassen wir uns vor allem mit der Diagnostik und Therapie endokrinologischer Störungen in der Inneren Medizin, in der Kinderheilkunde und in der Gynäkologie“, erläutert Prof. Dr. Christoph Keck, Ärztlicher Leiter des endokrinologikum Hamburg.

„Gerade Hormonstörungen haben häufig genetische Ursachen, die wir hier nun Hand in Hand behandeln können.“ Dazu gehörten zum Beispiel Wachstums- und Entwicklungsstörungen bei Kindern, so Keck: „Mussten wir beim Verdacht auf erbliche Faktoren früher unsere externen Spezialisten hinzuziehen, haben wir nun die Humangenetiker direkt im Haus und können in unserem Laborverbund alle Untersuchungen innerhalb eines Tages dem zuständigen Labor-Kompetenzbereich zuführen.“

„Die Fachkollegen in unserem neuen Zentrum bringen alle eine besondere Expertise auf ihren verschiedenen Gebieten mit“, ergänzt die Fachärztin für Humangenetik Dr. Julia Wickert. Das mache die Zusammenarbeit sehr effektiv. Die Genetik spiele in fast allen Fachbereichen der Medizin eine Rolle, angefangen mit der Augenheilkunde über die Endokrinologie bis zur Inneren Medizin. Selbst in der Chirurgie gebe es genetische Fragestellungen, so Wickert. So kann sich zum Beispiel bei Tumoren wie Darmkrebs bei jungen Patienten eine erbliche Ursache dahinter verbergen, die auch andere Familienmitglieder betreffen kann. Die Humangenetiker können in solchen Fällen letztlich die ganze Familie dazu beraten, wie sich das Risiko durch eine optimale Früherkennungsstrategie verringern lässt.

„Die Genetik spielt in fast allen Fachbereichen der Medizin eine Rolle.“

Bei der Suche nach erblichen Ursachen arbeiten die Humangenetiker mit Labormedizinern, Pathologen und zahlreichen klinischen Fachärzten zusammen – sogar Psychiater gehören zu den Kooperationspartnern, da auch bestimmte Formen der Demenz genetische Ursachen haben können. Auch diese Fragestellungen können jetzt im Genetik-Zentrum des endokrinologikum systematisch bearbeitet werden. Neben den schweren genetisch bedingten Erkrankungen kann das Erbgut auch andere Erkrankungen beeinflussen. So gebe es immer mehr Hinweise, dass genetische Faktoren bei extremem Übergewicht (Adipositas) auf unterschiedlichen Ebenen eine Rolle spielen können, zum Beispiel beim Zucker- oder Fettstoffwechsel, erklärt Keck: „Das geht schon in den Bereich Lifestyle Medizin, aber auch diesen Fragestellungen gehen wir nach.“

endokrinologikum Hamburg
Prof. Dr. Christoph Keck
Dr. Julia Wickert

Lornsenstraße 4–6
22767 Hamburg
Tel. Patientenanmeldung Genetik:
(0800) 444 36 38
Tel. Praxis allgemein: (040) 306 28 200
Fax: (040) 306 28 239
www.endokrinologikum.com/standorte/hamburg

Leistungen
Abklärung endokrinologischer Krankheitsbilder, z. B. Adipositas, Hormonstörungen
Kindliche Entwicklungsstörungen
Erbliche Krebserkrankungen, z. B. Brustkrebs, Darmkrebs
Erbliche Herzerkrankungen
Erbliche Nervenerkrankungen, z. B. Bewegungsstörungen, Neuropathien
Syndromale Erkrankungen

Gesetzliche Krankenkassen
Private Krankenversicherungen
Selbstzahler

Empfangsbereich Genetik
Empfangsbereich Genetik

Auszug Anzeige aus dem Hamburger Ärztemagazin, erschienen am 29.05.2017

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