Fokale Brachytherapie bei Prostatakrebs

DR. JÖRG ZIMMERMANN
Praxiszentrum Alstertal

Früherkennung lohnt sich doch!

Fokale Brachytherapie bei Prostatakrebs

Dr. Jörg Zimmermann erklärt, wie die radioaktiven Seeds mit einer Hohlnadel durch ein Zielraster in die Prostata eingesetzt werden
Dr. Jörg Zimmermann erklärt, wie die radioaktiven Seeds mit einer Hohlnadel durch ein Zielraster in die Prostata eingesetzt werden

Mit knapp 60.000 Neuerkrankungen pro Jahr ist das Prostatakarzinom hierzulande die häufigste Krebserkrankung des Mannes; etwa 12.000 Betroffene versterben an den Folgen. Dank der Krebsvorsorge, vor allem der Bestimmung des Prostataspezifischen Antigens (PSA), werden Prostatakarzinome immer öfter in frühen Stadien entdeckt. Dass vielen dieser Patienten in den vergangenen Jahren eine aktive Überwachung („Active Surveillance“) statt einer sofortigen Therapie empfohlen wurde, hält der Hamburger Strahlentherapeut Dr. Jörg Zimmermann für einen schweren Fehler.
Er hat mit einer Reihe von Kollegen eine aufsehenerregende Studie veröffentlicht, die die Behandlungsergebnisse von mehr als 1.000 Patienten aller Tumorstadien auswertete, die mit einer sogenannten Brachytherapie behandelt worden waren.

Als Brachytherapie wird die Bestrahlung von innen mit Hilfe winziger implantierter Strahler (Seeds) aus radioaktivem Jod-125 bezeichnet. Sie wird häufig im Frühstadium eingesetzt, in spezialisierten Zentren auch bei fortgeschrittenen Tumoren. Die Studie habe über alle Tumorstadien hinweg sehr gute Behandlungsergebnisse gezeigt, nur bei 1,3 Prozent der Patienten sei im beobachteten Zeitraum erneut ein Tumor in der Prostata gewachsen, berichtet Zimmermann.

„Wir haben aber auch beobachtet, dass nach fünf Jahren umso mehr Fernmetastasen auftreten, je weiter fortgeschritten der Tumor bei der Behandlung war.“ Sie seien vermutlich schon zum Zeitpunkt der Diagnose vorhanden gewesen, wurden aber erst später entdeckt, nachdem sie herangewachsen waren. „Aus der Beobachtung, dass spät erkannte Tumoren deutlich häufiger Tochtergeschwülste streuen als früh behandelte, müssen wir den Schluss ziehen, dass sich Früherkennung doch lohnt“, erklärt Zimmermann. „Zum einen lässt sich der Tumor – gerade durch die Brachytherapie – anfangs schonender und mit viel weniger Aufwand heilen, zum anderen treten weniger Metastasen auf, im Frühstadium so gut wie gar keine. Aktive Überwachung heißt hier nichts anderes als abzuwarten, bis aus einem ganz kleinen Tumor ein größerer, böserer Tumor geworden ist.“

„Ist der Tumor sehr klein und auf einen kleinen Teil der Prostata beschränkt, macht eine fokale Brachytherapie Sinn.“

Fokale Brachytherapie
Ein früh erkannter Tumor ließe sich zudem oft besonders schonend behandeln, so Zimmermann: „Ist der Tumor sehr klein und auf einen kleinen Teil der Prostata beschränkt, macht eine fokale Brachytherapie Sinn. Dabei bestrahlen wir gezielt nur den betroffenen Bereich des Organs.“ Unter Ultraschallkontrolle werden die winzigen radioaktiven Seeds in die Prostata eingesetzt, wo sie über zehn Monate ihre Strahlendosis abgeben und die Tumorzellen zerstören, erklärt Zimmermann. Das werde gerade im Frühstadium hervorragend vertragen und sei somit geeignet, um die Angst der Männer vor der Vorsorge und deren Folgen zu verringern.“

Praxiszentrum Alstertal
Dr. Jörg Zimmermann
Heegbarg 2
22391 Hamburg
Tel.: (040) 54 88 73-25
Fax: (040) 54 88 73-24
www.brachytherapie-hamburg.de

Schwerpunkte
Strahlentherapie der Prostata
LDR-Brachytherapie
Undichtigkeit der Mitralklappe
Fokale Brachytherapie

Weiterer Schwerpunkt im Praxiszentrum Alstertal Praxis für Hyperthermie
Dr. Petra Zimmermann
www.hyperthermie-hamburg.de

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Auszug Anzeige aus dem Hamburger Ärztemagazin, erschienen am 29.05.2017

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